Kabinettausstellung 2013
Otto Altenkirch – zu Gast im „Letzten Heller“
Die Hellerschänke als Bildmotiv

(Schloss Nossen vom 14. April 30. Dezember 2013)

Die Hellerschänke zählte zu den ältesten Gaststätten am Rand der Dresdner Heide. Sie befand sich am Ende der Radeburger Chaussee direkt am Eingang zum Augustusweg. Heute verläuft genau an dieser Stelle die Autobahnauffahrt Dresden Nord. Im Jahr 1956 wurde das Gasthaus wegen Baufälligkeit geschlossen. Trotz Protesten der Denkmalschützer erfolgte 1969 der Abriss. Nur das Sandsteinportal des Weinkellers wurde geborgen und 1973 unterhalb der Brühlschen Terrasse an der Rückseite der Sekundogenitur angebracht.
Die Geschichte des Hauses geht bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Bereits 1656 war am Heller eine Wirtschaft erwähnt. Kammerjunker Hans Caspar von Knoch gründete um 1670 das Weingut am Hellerberg. 1704 erwarb der Oberhofjägermeister Wolf Dietrich von Erdmannsdorff das Anwesen, das spätere in den Besitz der Familie von Pflugk überging. Das frühbarocke Weinkellerportal mit der Bacchusfigur trägt die Initialen beider Adelsfamilien. Nach 1716 wurde der Gasthof „Hellerschänke“ bzw. „Zum letzten Heller“ genannt. Der Legende nach soll diese Bezeichnung auf einen Besuch Augusts des Starken zurückgehen. Letzter Eigentümer war ab 1916 der Gastwirt Paul Lindner, der bis 1945 den Heller bewirtschaftete. Otto Altenkirch, der bereits 1906 die Hellerschänke und das angrenzende Hellergut für seine Malerei entdeckte, war mit der Wirtsfamilie gut bekannt. Mehrere seiner Bilder schmückten die Räume des Hauses. Sowohl Gasthof und Gästegarten als auch Weinkellerportal und Wirtschaftshof waren immer wieder Bildmotiv.
Die Kabinettausstellung 2013 zeigt ausgewählte Werke des Künstlers mit malerischen Impressionen rund um die Hellerschänke.

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